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Am vergangenen Freitag hielt der Musikzug Ennest ein Online Treffen ab, in dem die Musikerinnen und Musiker in allen Vereinsbelangen auf den aktuellen Stand gebracht wurden. Denn auch, wenn die Probenarbeit leider weiterhin ruhen muss, geht die Arbeit im Hintergrund natürlich weiter.

 

Knapp 60 Mitglieder des Sinfonischen Blasorchesters nahmen am Treffen teil und bekamen einen Überblick über die Vorstandsarbeit, die entgangenen Termine und auch einen Ausblick auf die kommenden, geplanten Ereignisse. Hierbei wurde schnell deutlich: Auch wenn viele Termine abgesagt werden mussten und noch abgesagt werden, die Planungen stehen niemals still und an Ideen für zukünftige Events mangelt es dem Verein auch nicht!

Nachdem leider bereits das Jahreskonzert im Januar Corona zum Opfer gefallen war, wird auch das beliebte Fest „Boarding for Vattertach“ an Christi Himmefahrt in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen es eine Schützenfestsaison für den Musikzug Ennest geben wird, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt abzuwarten. Und auch beim bereits um ein Jahr verschobenen Bundeswertungsspielen im September in Freiburg, bei dem der Musikzug Ennest hoffte zum dritten Mal in Folge die Bühnenwertung als bestes Feuerwehrorchester Deutschlands erringen zu können, gibt es inzwischen die traurige Gewissheit: Auch im Jahr 2021 kann dieses Highlight mit Orchestern aus ganz Deutschland nicht stattfinden!

 

Dirigent Ingo Samp berichtete über verschiedene Möglichkeiten, sich auch ohne Proben am Instrument fit zu halten und gab eine Aussicht, wie die Probenarbeit demnächst vielleicht langsam wieder anfangen könnte. So sind zunächst Registerproben und Proben in kleinen Besetzungen denkbar. Sollte das Wetter in diesem Jahr genauso gut mitspielen, wie im vergangen, sind natürlich auch wieder Gesamtproben Open Air eine Option.

Dass man auch in der jetzigen Zeit musikalisch tätig werden kann, zeigten Jona Baltes, Felix Rauterkus und Julius Griese- allesamt Schüler Ingo Samps. Die drei Trompeter des Musikzugs Ennest nahmen am Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ teil, der in diesem Jahr online stattfand. Die Beiträge mussten als Video eingeschickt werden und wurden anschließend von einer Jury bewertet. Hierbei konnten die Drei jeweils sehr gute Ergebnisse erzielen. Jona erreichte in der Altersstufe IV 20 von 25 Punkten und einen 2. Preis. Felix erspielt sich in der Altersstufe V 21 von 25 Punkten und einen 1. Preis. Julius´ Beitrag belohnte die Jury in Altersstufe VI mit 22 von 25 Punkten und ebenfalls einem 1. Preis. Der Musikzug Ennest gratuliert den Dreien sehr herzlich und ist stolz, sie in seinen Reihen zu haben.

 

Positive Nachrichten konnte auch Jugendwartin Nadja Springob verkünden: Trotz Pandemie läuft die Jugendarbeit weiterhin sehr gut! So befinden sich zurzeit 42 Kinder in den Nachwuchsorchestern und -gruppen des Musikzuges in Ausbildung. Seit vergangener Woche darf auch der Instrumentalunterricht wieder in Präsenz stattfinden – ein Angebot, welches nahezu alle Kinder und Jugendlichen mit großer Freude wahrnehmen.

Um darüber hinaus in der aktuellen Zeit den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen nicht zu verlieren, fand kürzlich ein Noten-Drive-In am Musikhaus in Ennest statt. Zunächst durften alle Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker in einer Umfrage abstimmen, welche Stücke sie gerne bei Wiederaufnahme der Probenarbeit spielen würden. Diese wurden dann gemeinsam mit ein wenig Schokolade in Tüten gepackt und an alle verteilt.

 

Nach dem offiziellen Ende des Treffens, blieben viele Mitglieder noch lange „online“ und tauschten sich aus. Denn eines wurde sehr deutlich: Nicht nur das Musizieren wird von allen schmerzlich vermisst, sondern auch das Leben der wunderbaren Gemeinschaft.